
Bei einer UV-Offset- oder UV-Flexodruckpresse hängen eine reibungslose Aushärtung sowie eine gute Haftung des Farbstoffs von der Energiemenge ab, die pro Quadratzentimeter abgegeben wird. Wenn die Zeitsteuerung der Lampe ungenau ist, muss man versuchen, gleichzeitig eine gute Haftung des Farbstoffs, Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung sowie eine schnelle Aushärtung zu erreichen. Ein Timer-Schalter für die UV-Lampe beseitigt diese Unsicherheiten, indem er die Exposition auf die tatsächlich vom Substrat empfangene Energiemenge beschränkt.
Im Grunde geht es dabei um eine wiederholbare Energiezufuhr. Der Timer-Schalter steuert das An- und Ausschalten der Lampe mit präziser Zeitsteuerung – dadurch wird eine konstante Energiemenge erreicht. In Kombination mit einer Hochdruck-Quecksilberdampflampe erreicht das Spektrum seinen Höhepunkt bei 365 nm; zusätzlich gibt es starke Strahlen bei 395 nm und 436 nm, die förderlich für die Photoinitiatoren in den üblichen UV-Tinten sind. Die maximale Beleuchtungsstärke wird durch einen Reflektor mit dikroischem Überzug stabilisiert. Der Timer sorgt dafür, dass die Lampe bereits vor dem Eintreffen des Substrats voll ausgelastet ist. Das Ergebnis ist eine konsequente Vernetzung des Materials – ohne Schwankungen, die durch die Erwärmung und Alterung der Lampe entstehen könnten.
Der Grund, warum das funktioniert, ist einfach: Es entsteht ein stabiles Prozessfenster. Durch die präzise Zeitsteuerung kann man auf bedrucktem Papier 400–600 mJ/cm² und auf Folien 600–800 mJ/cm² erreichen, ohne sich um die Kurve der Lampe kümmern zu müssen. Das bedeutet weniger Ausschuss, weniger Reinigungsarbeiten und eine zuverlässige Produktqualität. Der Energieverbrauch sinkt, da die Lampe nur während des Druckvorgangs läuft. Zudem wird die Lebensdauer der Lampe dadurch verlängert, dass unnötiges Leerlaufen vermieden wird. Die Steuerung ermöglicht außerdem eine schrittweise Aushärtung – zunächst eine kurze Belichtungszeit bei hoher Intensität, anschließend eine längere Belichtungszeit – ohne dass das Substrat überbelichtet wird.
Eines darf man nicht vergessen: Der Timer-Schalter muss zum Lampenbalast und zum Zündfunken passen. Bei Nachrüstkits muss man die Stromversorgung der Maschine, die Verkabelung sowie die Kompatibilität der Anschlüsse überprüfen. Wenn Ihre Druckmaschine Ozon erzeugende Lampen verwendet, müssen Sie sicherstellen, dass der Reflektor und der Gehäusebereich ozonfrei sind oder ordnungsgemäß belüftet werden. Planen Sie die Installation während der geplanten Stillstandszeiten und überprüfen Sie nach dem Start den Energiebedarf mit einem Spektralradiometer.